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Spiritualität & Mystik

Gerade die großen Religionstraditionen und alten Konfessionen haben eine große Vielfalt von spirituellen Strömungen hervorgebracht und sind – in unterschiedlichem Maße – fähig, spirituelle Traditionen aus anderen Religionen aufzunehmen und zu adaptieren (zum Beispiel christlicher Zen). Interesse verdient auch das Verhältnis von Spiritualitäten, die sich im Zusammenhang von Klöstern, Priestergemeinschaften, Ordensbewegungen u.ä. entwickelt haben, zu „Laienspiritualitäten“, als Formen von Spiritualität, die von Menschen gelebt werden, die normalen Berufen nachgehen und weder als Mönch, Nonne, Priester o.ä. in engerem Sinn religiöse Aufgaben zu ihrem Lebensmittelpunkt gemacht haben.

In der mystischen Erfahrung lassen sich Erfahrung und Erfahrenes unterscheiden. Die christliche Mystik bezeichnet die Erfahrung als Mysterium oder Unio Mystica, im buddhistischen Kulturraum wird sie etwa als Satori oder Kensho benannt, im hinduistischen Raum als Nirvikalpa Samadhi. Sie bezieht sich immer auf das Erfahrene, die höchste Wirklichkeit, die im christlichen Kulturraum mit Gott, im buddhistischen Raum etwa mit Nirwana, im hinduistischen mit Atman/Brahman bezeichnet wird.

Bird

Jeder Mensch durchläuft einen zweiphasigen Entwicklungsprozess, bestehend aus Ich-Werdung und Selbst-Werdung. Aus Sicht dieser Zweiteilung findet Spiritualität in der Selbst-Werdung statt...

bildErst wenn die Sinne zur Ruhe kommen, die Hektik abgelegt wird, die Ruhe uns ergreift, kann sich ein Geheimnis ereignen. Erst wenn die Sinne sich nicht mehr nach außen, sondern nach innen zu richten beginnen, kann die andere Wirklichkeit ein Gesicht bekommen.

BirdOft sind es die kleinen Dinge des Lebens, die uns glücklich machen. Bescheidenheit und Einfachheit zeichnen einen Menschen aus, der glücklich ist. Er denkt nicht an sich selbst, sondern an den Anderen zuerst. Dies ist nur möglich, wenn die göttliche Liebe im Herzen des Menschen Wohnung genommen hat.