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Gesund und vital mit Prof. Bankhofer und stressfreien Ferien

Das Reisegeschäft boomt. Der Tourismus bringt viel Geld. Die meisten Ferienziele im Ausland – überwiegend im sonnigen Süden – sind für die Sonnenmonate ausgebucht. Allerdings: Die Zahl jener, die im Urlaub zu Hause bleiben, wird immer größer.

Das hat mehrere Gründe: politische Verhältnisse, Unruhen und steigende Kriminalität in manchen Urlaubsländern, aber auch die Preise. Speziell für ein Ehepaar mit mehreren Kindern kann so ein Urlaub im In- und Ausland sehr teuer werden.

Wenn jemand ganz offen und ehrlich zugibt: „ Ich bleibe in diesem Jahr im Urlaub zuhause!“, dann kann es sein, dass man ihn fragt: „Ja, kann man sich denn daheim überhaupt erholen?“ Freizeitexperten und Psychologen sagen: „Unter gewissen Umständen klappt das. Man muss nur lernen, mit den Ferien in den eigenen vier Wänden umzugehen!“

Damit man sich positiv mit dem Gedanken vom Urlaub zuhause vertraut machen kann, sollte man sich überlegen, wo die Vorteile dabei liegen:

• Man ist nicht unentwegt gezwungen, mit Massen von anderen Urlaubern beim Essen oder beim Sonnenbaden und Schwimmen beisammen zu sein.

• Der Urlaub zuhause ist zweifelsohne Balsam für die Nerven, wenn man sich dabei wohlfühlt.

• Der Urlaub zuhause gibt vor allem Möglichkeit, Dinge zu tun, die man in seiner vertrauten Umgebung am liebsten tut und zu denen man das ganze Jahr über nicht kommt: lesen, malen, zeichnen, einen langen Einkaufsbummel unternehmen, endlich einen Radfahrweg oder einen Fitness-Parcours in nächster Nähe auszuprobieren, einige Esslokale in der Umgebung testen, wieder einmal ins Kino gehen, sich massieren lassen.

• Man muss sich nicht an einem überlaufenen Badestrand stundenlang um ein Eis anstellen, muss nicht endlos lang in einem Restaurant warten, bis man endlich an die Reihe kommt.

Wenn eine Familie die Ferien zu Hause verbringt, dann kann das für die Ehefrau und Mutter zum Horror werden. Vater und die Kinder denken nur ans Nichtstun. Sie wollen verwöhnt werden, wollen ständig mit Essen und Trinken versorgt werden. Und wer muss da meist herhalten: Mutti natürlich! Für sie wird der Urlaub daheim zur Schwerstarbeit. Dasselbe aber kann ihr widerfahren, wenn die Familie an einem Urlaubsort nicht in ein Hotel, sondern in einen Ferien-Bungalow zieht: mit integrierter Küche. Da steht Mutti dann auch den ganzen Tag am Herd und schuftet für ihre Lieben.

Daher: Ferien zuhause sind nur dann wirklich Ferien, wenn jeden Tag jemand anderer das Frühstück für alle zubereitet, wenn mittags und abends auswärts gegessen wird. Oder wenn für ein gemeinsames Picknick oder Abendessen alle gemeinsam die Vorbereitungen treffen. Die Muttis müssen die Sicherheit haben, dass sie nicht auch noch zu den Ferientagen die Sklavinnen der anderen sind.

Eines muss man wissen: Wer zuhause Urlaub macht, den versucht der Alltag einzuholen. Die anderen wissen ja nicht, dass man sich erholen will. Verwandte, Bekannte, Freunde haben Fragen, Bitten, wollen ihre Sorgen loswerden. Jeden Tag bringt der Postbote Briefe, Rechnungen, Mahnungen. Man muss zum Einkaufen. Man muss in der Wohnung saubermachen. Wie lässt sich das alles mit Urlaubsstimmung und Erholung koordinieren?

Ganz einfach. Man muss mit der nötigen Großzügigkeit und der festen Einstellung zum Genießen an diese Urlaubs-Variante herangehen:

• Heben Sie doch einfach – zumindest einige Tage – das Telefon nicht ab. Lassen Sie es klingeln. Wenn Sie nicht da wären, würde ja auch keiner abheben. Ideal, wenn man einen Anruf-Beantworter hat. Man lässt ihn angestellt.

• Nehmen Sie die tägliche Post höflich vom Postboten entgegen und legen Sie diese – vorerst ungeöffnet – in eine große Schachtel. Sichten Sie die Briefe, Rechnungen und alles andere eventuell in den letzten beiden Urlaubstagen. Dann ist Zeit genug. Voraussetzung ist natürlich, dass Sie – wie bei einer Reise – vor dem Urlaub alle notwendigen Zahlungen und Termine wahrnehmen.

• Reduzieren Sie Reinemachen und Einkaufen auf ein Minimum.

• Unternehmen Sie viele Ausflüge, Wandern oder Radtouren. Besuchen Sie einen Zoo, ein Naturschutzgebiet. Fahren Sie vielleicht auf zwei, drei Tage in die nächste Umgebung.

• Wenn das Wetter mitspielt: Gestalten Sie den Balkon, eine Terrasse oder den Garten zu einer Urlaubs-Oase mit Liegestuhl, Sonnenschirm, Dusche. Kaufen Sie sich ein paar neue CDs oder Kassetten mit Ihrer Lieblingsmusik und geben Sie sich dem süßen Nichtstun hin.

www.einfachbankhofer.at