Hinweis

Liebende

  • Der Wonnemonat Mai ist bekanntlich der Monat der Liebe. Kein anderer Monat ist so beliebt bei Pärchen und Brautpaaren; keiner so vielzitiert im Zusammenhang mit Romantik zu zweit. Was wäre auch süßer als das Flirren der Schmetterlinge im Bauch, die Sehnsucht, die Vorfreude und das Prickeln einer aufkeimenden Verliebtheit…
    Nichtsdestotrotz boomen Bücher, Seminare und Workshops zum Thema Verschiedenheit von Männern und Frauen wie nie zuvor und manchmal fragt man sich, wie der Fortbestand der Menschheit überhaupt gesichert werden kann und wie diese beiden Welten überhaupt „ko-existieren“ können, wenn Frauen angeblich immer Schuhe kaufen und schlecht einparken und Männer dafür nicht zuhören können oder lügen und das noch auf unterschiedlichen Planeten…

    Galten Frauen jahrhundertelang als minderwertig, so bekommen heute oft die Männer den schwarzen Peter zugeschoben: Frauen „pseudo-feministisch“ für das bessere Geschlecht zu halten gilt zumindest in intellektuellen Kreisen als aufgeschlossen und liberal. Solche pauschalen Wertungen sind für mich (eine Frau übrigens) immer etwas problematisch. Aber wie auch immer man grundsätzlich eingestellt sein mag, eines steht fest: Die Sprache des anderen Geschlechts will sorgfältig erlernt werden; manchmal scheint sie schwieriger als ein durch persische und arabische Fremdwörter angereicherter Mandarin-Dialekt.

    Kommt es Ihnen auch manchmal so vor, als käme Ihr Partner von einem anderen Planeten? Spricht er oder sie manchmal eine völlig andere Sprache?
    Zahlreiche Anregungen zur „Paarberatung“ enthalten etwa die amüsant und locker geschriebenen Bücher von John Gray („Männer sind anders. Frauen auch“, „Mars & Venus im siebten Himmel“, „Mars & Venus - neu verliebt“, „Mars sucht Venus. Venus sucht Mars“ und viele andere). Kennen Sie etwa die folgende Situation? Die Kollegin legt stöhnend den Telefonhörer auf und sagt „was für ein hektischer Tag heute“. Ihr männlicher Arbeitskollege antwortet in aufmunternder Absicht „Gab schon schlimmere“. Doch seine positive Absicht kommt bei der Frau nicht an. Sie wollte nicht aufgemuntert werden, sondern ihre Empfindungen mit jemandem teilen und sich so entlasten. Nur wenn Männer und Frauen wissen, dass sie unterschiedlich mit Spannungen umgehen, und auf verschiedene Art nach Lösungen für Probleme suchen, können sie gemeinsam Erfolge erzielen, meint John Gray und erläutert anhand vieler Beispiele, wie typische Verständigungsbarrieren im Alltag beseitigt werden können.
    Millionen Menschen in allen Kulturen lassen sich von dieser Botschaft leiten: Männer und Frauen können nur glücklich und erfolgreich zusammen leben, wenn sie ihre grundsätzliche Verschiedenheit verstehen und schätzen lernen. Dies gilt auch überall dort, wo Männer und Frauen zusammen arbeiten. Gerade am Arbeitsplatz, wo Stress und Leistungsdruck häufig zu Konflikten und zu energieraubenden Situationen führen, gefährden Verständigungsdefizite Produktivität und Wohlbefinden.

    Gray lebt und arbeitet als erfolgreicher Autor und Paartherapeut in Kalifornien. Er hat sich in seinen zahlreichen Büchern immer wieder mit dem unterschiedlichen Erleben, Denken, Handeln und Sprechen von Mann und Frau auseinandergesetzt. In Seminaren und Vorträgen widmet er sich seit über zwanzig Jahren dem Thema Kommunikation zwischen Männern und Frauen. Seine Bücher sind in über 40 Sprachen übersetzt und erreichten weltweit Millionenauflagen. Warum dieses Thema eigentlich das wichtigste überhaupt ist und wie man dieser Situation (warum eigentlich gerade) Herr wird, darum geht’s in unserem Thema des Monats und bei unserem Jour fixe.In diesem Sinne:

    Viel Glück am anderen Planeten, wünscht Ihre Marion Fugléwicz-Bren..

  1. LINKS zum Thema:
    Frauen, Männer und Liebe
    John Gray
    Marsvenus
    Männliches und weibliches Gehirn
    Gängige Partnerwahlkriterien
    Was Sie schon immer Über Sex wissen wollten!