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Hütte

Hüten Sie sich vor Stress. Man ahnte es schon lange, nun konnte es auch wissenschaftlich nachgewiesen werden: Der Druck, der etwa durch die Einhaltung eines stressigen Abgabetermins entsteht, kann eine sechsfache! Erhöhung eines Herzanfallrisikos am folgenden Tag verursachen.

Konkurrenz am Arbeitsplatz kann das bestehende Risiko sogar noch verdoppeln. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Stockholmer Karolinska Institutet http://info.ki.se/index_en.html gekommen. Frühere Studien haben gezeigt, dass große Wut, sexuelle Aktivität und emotionaler Stress zu einem Herzanfall führen können. Jetzt wurde erstmals der Termindruck bei der Arbeit als Auslöser für einen Herzanfall in einem derart kurzen Zeitraum identifiziert. Die Ergebnisse der Studie wurden im Journal of Epidemiology and Community Health http://jech.bmjjournals.com veröffentlicht.

Die leitende Wissenschafterin Jette Möller erklärte, dass Veränderungen in der Organisation des Arbeitsmarktes zu mehr Stress geführt haben und man sich der Auswirkungen auf die Gesundheit bewusst sein sollte. Sie nannte Arbeitsbelastung, geringere Arbeitsplatzsicherheit und verstärkte Konkurrenz als entscheidende Faktoren. Für die Studie wurden fast 1.400 Überlebende von Herzanfällen aus der Region Stockholm im Alter von 45 bis 70 Jahren über die Ereignisse vor ihrem ersten Herzanfall befragt. Ihre Antworten wurden mit jenen einer aus 1.700 Personen bestehenden gesunden Kontrollgruppe verglichen. Fragen wurden zur Arbeitssituation im vergangenen Jahr und in den letzten Tagen vor dem Herzanfall gestellt: Wurden sie für ihre Leistung oder ein Zuspätkommen kritisiert, befördert oder entlassen, einem großen Terminstress ausgesetzt, wechselten sie den Arbeitsplatz oder änderte sich ihre finanzielle Situation.

Die Ergebnisse zeigen laut NewScientist, dass intensiver Druck über einen kurzen Zeitraum das Herzinfarktrisiko stärker erhöhte als eine Anhäufung von Stress über ein ganzes Jahr. Ein Herzanfall kann sehr rasch nach einer kurzen Phase erhöhten Drucks eintreten. Bei den Herzanfallpatienten hatten acht Prozent weniger als 24 Stunden vor dem Anfall am Arbeitsplatz ein entsprechendes Erlebnis. Zusätzlich spielten langfristige Veränderungen eine Rolle. Die Übernahme einer zusätzlichen Aufgabe innerhalb des vergangenen Jahres erhöhte die Möglichkeit eines Herzanfalls bei Frauen um fast das Vierfache und bei Männern um mehr als das Sechsfache. Entscheidend dafür war, ob diese Veränderung negativ wahrgenommen wurde. Bei Frauen verdreifachte eine Verschlechterung der finanziellen Situation das Herzrisiko.

von marion fugléwicz-bren/pte

Zum Thema Stress:

Was passiert bei den Menschen, die belastendem Stress ausgesetzt sind? Bei Auftreten von negativem Stress wird der Botenstoff zyklisches AMP (AdenosinMonoPhosphat) produziert. Ursprünglich vor ca. 4 Milliarden Jahren war dieser Botenstoff für Amöben die Grundlage zum Überleben. Heute wird derselbe Botenstoff bei Stressbelastung ausgeschüttet und kann bewirken, dass bestimmte Gene ausgeschaltet werden - beispielsweise das Interleukin 2 Rezeptor-Gen.

Dieses Interleukin 2 Rezeptor-Gen ist eines der körpereigenen Botenmoleküle, die dem Immunsystem signalisieren, wann es aktiv werden muss, um die zur Abwehr von Krankheiten wichtigen T-Lymphozyten und Killerzellen zu produzieren.
Das Leben ist von unterschiedlichsten Rhythmen geprägt.
Dem Jahresrhythmus, dem Tag-Nacht-Rhythmus bis hin zur Atemfrequenz und zum Herzrhythmus. Stress entsteht u.a. dann, wenn die natürlichen Körperrhythmen nicht eingehalten werden.

Stress in Unternehmen:

Wichtig ist es nun einen ganz speziellen Körperrhythmus unter die Lupe zu nehmen, um zu verstehen, wie Körperrhythmen die unternehmerischen Prozesse mitbestimmen:
Bedeutsam für Unternehmen ist der Eineinhalb bis zwei-Stunden-Turnus. Etwa alle 90 Minuten lässt unsere innere Uhr das Gehirn für ca. 20 Minuten träumen. Nach vier bis fünf solcher Rhythmen wird Kortison ausgeschüttet und wir wachen auf. Dieser innere Prozess läuft 24 Stunden ab.

E.L.Rossi fand heraus, dass diese natürlichen Rhythmen mit der Geist-Körperkommunikation in direkter Verbindung stehen.
Auch die Hormone fließen in Rhythmen. Rossi fand heraus, dass die Ruhepausen für den Menschen von ganz besonderer Bedeutung sind. Auf der zellulären Ebene ist sie von ganz hoher Aktivität, weil sich die Botenmoleküle darauf vorbereiten, für die nächsten eineinhalb Stunden aktiv zu werden.
Werden diese Ruhepausen nicht eingehalten, können die Botenmoleküle nicht ausreichend aktiv werden und die geistige Leistungsfähigkeit, wie Konzentration und Kreativität, als auch die Sensibilität und psychische Belastbarkeit sind beeinträchtigt.

Es entstehen Schmerzen, Depression und Krankheit.