Hinweis

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In der elektronischen Welt bieten etwa die sogenannten e-(electronic) communities Strukturen und Möglichkeiten zu kommentieren, miteinander zu kommunizieren und darüber hinaus durch (assoziative) Verlinkungen inhaltliche Tiefe zu erzeugen.

Im Gegensatz zum „linearen Text“, so wie wir ihn aus Büchern (und auch schon vor Gutenberg) kennen, entstand durch die „multimediale“ Welt – etwa des Internet - eine neue Art des Textes, die in Wahrheit von ihrer Struktur her seit Jahrhunderten bekannt ist, der sogenannte „nichtlineare Text“.

Der Gesellschaftswissenschaftler Ted Nelson (Projekt Xanadu) prägte den Begriff "Hypertext" im Jahr 1965. Hypertext ist laut Wikipedia eine „nicht-lineare Organisation von Objekten, deren netzartige Struktur durch logische Verbindungen (Verweise, Links) zwischen Wissenseinheiten“ …(zum Beispiel elektronischen Texten oder Textteilen, in diesem Kontext „Knoten“ genannt) hergestellt wird (Verweis-Knoten-Konzept)“. Eines der ersten Hypertextsysteme, das einer größeren Gruppe zugänglich war, war übrigens die „HyperCard“ der Firma Apple, das mit den frühen Apple Macintosh Computern ausgeliefert wurde. Das heute am weitesten verbreitete Hypertext-System ist der Internet-Dienst World Wide Web (WWW).

 

Internetportal für Bücher:

Readme.cc ist eine virtuelle Bibliothek und gleichzeitig ein Austauschforum über Bücher, die Buch- und Internetkultur miteinander verknüpft. Das Besondere: hier liefern sowohl Experten wie Laien aus ganz Europa laufend neue Buchtipps. Neben einer Expertengruppe aus Autoren, Wissenschaftlern, Künstlern und Medienprofis, die Ihre Kurzkritiken in der Bibliothek veröffentlichen, kann jeder Leser nach Lust und Laune seine eigene Bibliothek erstellen und diese in der virtuellen Bibliothek vorstellen.

 

Die Idee hinter dem Projekt: Bücher, egal welchen Genres, zu versammeln, die auch in Zukunft lesenswert erscheinen, weil sie uns die Zukunft verstehen lassen.

Bei readme.cc sollen sich „tiefsinnige Auseinandersetzung, die Lust auf menschliche Begegnung und realer Bücheraustausch nicht ausschließen“, sagt Walter Grond, einer der Initiatoren von readme.cc. „Hinter unserer Absicht, eine große Leser-Community zu bauen, steht ein Traum: neue Möglichkeiten der Verbreitung von Literatur auszuexperimentieren.“

Ziel, so Grond, ist es, „eine intelligente wie lustvolle Schnittfläche zwischen Buch und Internet zu schaffen“ und dabei „den Focus auf den Leser zu konzentrieren“. Ihn „erstaunt seit Jahren, wie träge der Literaturbetrieb mit der Krise des Lesens umgeht, wie experimentier-unfreudig gerade avancierte Autoren bezüglich neuer Medien sind, und wie hartnäckig das Feuilleton immer noch einen unüberwindbaren Gegensatz zwischen Kunst und Kommunikation konstruiert.“

 

Der Einbezug neuer Medien in das europäische Projekt zeigt sich auch an einer weiteren zukunftsweisenden Idee: Jeder Leser, der einen Buchtipp abgeben möchte, ist dazu aufgerufen, sich von einem sogenannten „Fotobot“, einer Internet-Porträtmaschine fotografieren zu lassen. Diese werden in Budapest, Paris, Wien und Zürich an Schaufenstern installiert. Die so entstandenen Porträts können zusammen mit den persönlichen Empfehlungen und eigenen Kurzkommentaren auf readme.cc geladen und in das Archiv eingespeist werden.

Übrigens: Dass der Buchmarkt, die Produktion von Text und die Leserrezeption sich ändert, ist eine Tatsache; das seit Jahren immer wieder heraufbeschworene Sterben des Buches kann in einer Situation, in der jährlich um die 90.000 Neuerscheinungen allein am deutschsprachigen Buchmarkt angeboten werden, wohl immer noch relativiert werden.

str/aurum

 

 

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